Die 10 Irrtümer

Die zehn Irrtümer und ihre Aufklärung

  1. Im Minergie-P Haus darf man die Fenster nicht mehr öffnen

Richtig ist: Im Minergie-P Haus müssen Sie die Fenster nicht mehr öffnen, die Komfortlüftung führt Ihnen frischere und sauberere Luft zu als Sie je mit Lüften in das Haus bringen.

  1. Wenn ich das Fenster aufmache, bricht die Komfortlüftung zusammen und das Haus kühlt aus

Richtig ist: Die Komfortlüftung lässt sich durch ein offenes Fenster nicht aus der Ruhe bringen. Anders der Hausherr, der eine höhere Energierechnung zu begleichen hat. Denn durch das offene Fenster geht bei kühlen Temperaturen viel Energie verloren die wieder ersetzt werden muss und höheren Heizkosten verursacht.

  1. Ein Minergie-P Haus ist über 20% teurer als ein normales Haus

Richtig ist: Die Baukosten für ein Minergie-P Haus liegen höher als für ein nach gesetzlichem Mindest-Standard gebautes Haus. Allerdings liegen die Kosten bei sorgfältiger Planung höchstens 5% über denjenigen eines „normalen“ Hauses.

  1. Die höheren Investitionskosten zahlen sich nie aus

Richtig ist: Die Mehrkosten für ein Minergie-P Haus lassen sich dank sehr geringem Energiebedarf und deshalb tiefen Energiekosten innerhalb von wenigen Jahren amortisieren. Grosse Ölrechnungen, Tank- und Brennerrevisionen entfallen und auch der Kaminfeger braucht nicht zu kommen.

  1. Der Minergie-P Standard schränkt den Komfort ein

Richtig ist: Der ständige Austausch der gebrauchten Luft durch saubere Frischluft sorgt für ein angenehmes Wohnklima ohne ständiges Lüften und ohne Durchzug. Die sehr gute Isolation der Wände und Fenster sorgt dafür, dass alle Oberflächen, auch die der Wände und Fenster gleich warm sind wie die Raumluft. Dadurch strahlen sie keine Kälte ab. Der Wärmekomfort ist überall derselbe, egal ob in der Raummitte oder einige Zentimeter vom Fenster entfernt.

  1. In einem Minergie-P Haus ohne aktive Heizung wird es nie über 20° warm

Richtig ist: Das Im Minergie-P Haus ist so gebaut, dass jede Abwärme im Haus genutzt wird. Die Abwärme des Computers wird genauso recycelt wie die Wärme die beim Kochen entsteht oder die Abstrahlwärme des Backofens. Sogar wir Menschen helfen mit unserer Abwärme mit, das Haus zu heizen. Und gänzlich ohne Heizung ist auch unser Haus nicht, ein kleine Wärmepumpe wärmt die zugeführte Luft zusätzlich auf, wenn es einmal richtig kalt ist draussen. Und natürlich haben wir Solarwärme; schon ein dünner Sonnenstrahl genügt, die Temperaturen im Haus weit über 20° steigen zu lassen.

  1. Ein Minergie-P Haus muss über eine Solaranlage verfügen

Richtig ist: Das Minergie-P Haus benötigt so wenig Energie, dass weder eine Solar- noch eine Photovoltanikanlage ein Muss ist, obwohl eine solche Anlage sehr zu begrüssen ist. Wir haben unser Bedürfnis nach Energie aus erneuerbarer Quelle anders gelöst: wir sind Genossenschafter einer Organisation die in der Region Strom aus Photovoltanik, Wind und Biogas erzeugt (www.genosol.ch). Unseren ganzen Bedarf an elektrischer Energie decken wir so nachhaltig aus erneuerbarer Energie aus der Region.

  1. Im Minergie-P Haus fühle ich mich gefangen

Richtig ist: Dank der immer frischen und guten Luft merken Sie nicht einmal, dass Sie sich in einem Haus befinden. Sie fühlen sich weniger gefangen als in jedem normalen Haus. Vergessen Sie nicht, sie dürfen die Fenster öffnen, es ist nur nicht sinnvoll.

  1. Als Allergiker kann ich nicht im Minergie-P Haus wohnen

Richtig ist: Die Luft im Minergie-P Haus ist frei von Milben und Blütenpollen. Dafür sorgen leistungsfähige Filter in der Lüftungsanlage.

  1. Der Minergie-P Standard ist der zurzeit höchste Standard

Richtig ist: Neben dem Minergie-P Standard gibt verschiedene weiter führende Standards. Die Standards werden laufend weiter entwickelt und den technischen Fortschritten angepasst.